Physiotherapie activebalance in Basel

Ralf Koller-Schonhardt

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häufige Knieverletzungen: Kreuzbandriss, Meniskusriss, Innenbandriss in Basel behandeln

Knieverletzungen

Das Kniegelenk ist das grösste Gelenk am menschlichen Körper. Durch seine äusserst komplizierte Biomechanik und der grossen Belastungen, der es alltäglich ausgesetzt ist, ist das Gelenk auch für Verletzungen und Überlastungsbeschwerden anfällig. Durch die grundsätzlich starke Muskulatur die auf das Knie einwirkt ist das Gelenk muskulär sehr gut stabilisiert. Nimmt allerdings die Muskulatur aus irgendwelchen Gründen ab, so steigt das Risiko von Überlastungssymptomen sehr stark an.

Die Anatomie des Kniegelenks

Das Kniegelenk besteht aus mehreren Knochenteilen. Das sind der Oberschenkelknochen (Femur), der Unterschenkelknochen (Tibia), die Kniescheibe (Patella) und das Wadenbei (Fibula). Das Wadenbein ist nur indirekt ein Teil des Kniegelenks, da es nicht unmittelbar an der Beuge-Streckbewegung  beteiligt ist. Durch die enge Verbindung mit dem Schienbein und der Ansätze der Kniemuskulatur muss das Wadenbein immer mitbeurteilt werden. Im Gelenk eingeschlossen sind der Aussen-und der Innenmeniskus. Ihre Hauptaufgabe ist die Dämpfung und die Vergrösserung der Kontaktfläche zwischen Femur und Tibia. Zusätzlich verleihen die Meniscii dem Knie auch stabilität. Für die Hauptstabilität sind allerdings die Bänder verantwortlich. Das wichtigste und wohl bekannteste Band ist das vordere Kreuzband. Es stabilisiert und führt das Knie in seinen Bewegungen zu einem grossen Anteil. Das hintere Kreuzband korrespondiert mit dem Vorderen, und unterstützt die Stabilisierung. Das Innenband und das Aussenband haben ihre Hauptaufgaben in der seitlichen Stabilisierung und sind wichtig für eine gute Führung in der Bewegung. Die Gelenkkapsel umschliesst das Gelenk und sorgt für eine gute Schmierung und die richtige Dosierung der Gelenkflüssigkeit (Synovia). Die Kniescheibe ist in der Muskelsehne des grossen 4-köpfigen Oberschenkelmuskels (M. Quadriceps) eingebettet und sorg im wesentlichen für eine optimale Kraftübertragung auf das Schienbein.

unterschiedlich schwere Knieverletzungen

Es gibt ein Vielzahl von Knieverletzungen. Wie anfangs beschrieben ist die komplexe Biomechanik, die zentrale Funktion und die grosse Belastung beim Sport oder im Beruf mitverantwortlich für die Häufigkeit von Knieverletzungen. Ich will hier auf die wichtigsten Knieverletzungen etwas genauer eingehen:

  1. Ruptur des vorderen Kreuzbandes: aufgrund der Wichtigkeit des vorderen Kreuzbandes für die Stabilität und die Führung der Bewegungen gilt diese Verletzung als eine der Schwersten für Personen, die in ihrem Alltag viel auf den Beinen sind, oder selbst Sport treiben. Man ist heute davon abgekommen, eine derartige Verletzung gleich nach dem Trauma zu operieren. Viel wichtiger ist es, zunächst dem Körper die Zeit zu geben, um das ursprüngliche Trauma und die unmittelbaren Folgen zu "verarbeiten". In dieser Zeit geht es auch darum, festzustellen, wie stabil das Gelenk noch ist, oder ob eine Operation zwingend zu empfehlen. Leider zeigt sich oft eine derart grosse Instabilität, dass die Betroffenen sich für eine Operation entscheiden. Für diese Entscheidung braucht es eine gute und erfahrene Beratung und Begleitung. Es muss die berufliche Situation, die sportlichen Ambitionen, die familiäre Ausgangslage und nicht zuletzt die eigene Einstellung genau analysiert, und dem gesamten zu erwartendem Rehabilitationsverlauf gegenübergestellt werde. Dies ist für den Verletzten besonders in den ersten Wochen der Unsicherheit eine sehr schwierige Situation, in der Nichts überstürzt werden sollte. Eine gute und gezielte physiotherapeutische Behandlung sowie eine einfühlsame Mitbeurteilung kann in dieser Phase den Heilungsverlauf mit beeinflussen und deshalb sehr wertvoll sein.

  2. Meniskusriss: Oft führt bei dieser Verletzung kein Weg an einer Operation vorbei. Allerdings sind auch hier die berufliche und die sportliche Situation mitentscheidend. Der heute routinemässige Eingriff ist aus Sicht der Ärzte wenig aufwändig und schon nach wenigen Wochen "vergessen". Dies kommt vor allem daher, dass die Operationen in der Regel schnell und problemlos abheilen. Ein bisschen komplexer ist es, wenn ein Meniskus genäht werden kann. Dann lohnt es sich, ein paar Wochen an Stöcken zu gehen und die Heilung des genähten Meniskus abzuwarten. Nur dann ist nämlich noch der komplette Meniskus mit der ganzen Funktion erhalten. Diese Variante ist aber nur möglich, wenn das gerissene Teilstück auch gut durchblutet ist und es sich annähen lässt. In jedem Fall ist eine weitsichtige Physiotherapie sehr ratsam und hilft, schnell wieder im Arbeitsprozess einsteigen zu können. Das gezielte, sportartspezifische Training und der Kraftaufbau ist unter Anleitung sehr wichtig.

  3. Innenbandriss: eine Verletzung, die häufig im Zusammenhang mit einer Kreuzbandverletzung und einem Meniskusriss entsteht und nur selten isoliert vorkommt. Früher sofort operiert, ist man auch hier davon abgekommen und wartet erstmal ab, bis die akute Schwellung und lokale Entzündungsreaktion abgeklungen ist. In dieser zweiten Phase wird die Situation dann nochmal neu beurteilt. Hier hängt viel vom Beruf und Freizeitsport ab. Mit einer guten und frühen physiotherapeutischen Betreuung kann oft eine Operation umgangen werden.

  4. Sonstige Knieverletzungen: Es gibt ausserdem noch zahlreiche kleinere, nicht ganz so heftige Verletzungen, die allerdings auch eine gewisse Zeit der Ruhe und Heilung für dieses wichtige Gelenk brauchen. Hier wird der Grundstein für eine vollständige Genesung, oder den Beginn einer subtilen, kaum spürbaren Fehlbelastung und somit einer Überlastung gelegt. Die therapeutischen Massnahmen und der Belastungsaufbau richtet sich nach dem individuellen Heilungsverlauf. In dieser Phase muss ein intensiver Kontakt zum Arzt gepflegt werden.

Die Nachbehandlung von Knieverletzungen

Die frühfunktionelle Behandlung von Knieverletzungen, die zunächst nicht operiert werden, ist uns sehr wichtig und bildet in unserer Praxis einen Schwerpunkt. Alle Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten haben sehr grosse Erfahrung mit Behandlungen von Patientinnen und Patienten mit ganz frischen Knieverletzungen, oder frisch operierten Gelenken. Die frühe Instruktion und Information, das Gehtraining mit Stöcken, Entstauung und angepasste Bewegungsübungen sind entscheidende Massnahmen in den ersten Therapiesitzungen. Es kann durchaus sein, dass eine Sitzung bei uns etwas länger dauert. Wir nehmen uns die Zeit, die Sie brauchen, um wieder fit zu werden. Gerade in den ersten Wochen ist es wichtig, alle verfügbaren Mittel einzusetzten. Dies sind unter anderem Physiotherapie, Bewegungstherapie, Lymphdrainage, Ultraschall und/oder Elektrotherapie. Wir wählen die Massnahmen sorgfältig aus und sprechen das mit ihrem behandelnden Arzt und Ihnen genau ab. Bei Bedarf findet jeden Tag eine Therapie statt. Dies gleicht fast einer stationären Reha, nur dass Sie zuhause schlafen können. Unsere Bemühungen liegen in Ihrer schnellst möglichen Genesung. Unser Netzwerk mit unterschiedlichen ANgeboten und Möglichkeiten wird dabei voll ausgeschöpft.

Was erwartet Sie bei uns?

Am Beginn jeder Rehabilitation steht eine genaue Befunderhebung. Dafür nehmen wir uns viel Zeit, weil davon die Therapieplanung abhängt. Wir fragen Sie nach Ihrem Beruf und Ihren Freizeitaktivitäten, um Ihre Ziele genau zu kennen. Wir Untersuchen das betroffene Gelenk und halten die Beweglichkeit, den Schwellungsgrad, mögliche Hautveränderungen und viele weitere Details schriftlich fest, damit wir später einen Vergleich zum Behandlungsfortschritt haben. Es kann vorkommen, dass ein Therapeutenwechsel sinnvoll und notwendig wird. Dies geschieht in der Regel, um Ihnen die bestmögliche Therapie zum aktuellen Zeitpunkt zu ermöglichen. Ein Lymphtherapeut ist nicht unbedingt der Richtige, wenn es um den Kraftaufbau geht. Im gesamten Therapieverlauf finden regelmässige interne Besprechungen statt. Ihr Arzt wird von uns über den aktuellen Fortschritt informiert.   In der Therapie finden unterschiedliche Techniken ihre Anwendung: Die Herstellung der physiologischen Beweglichkeit in allen Ebenen, die Abschwellung, der Aufbau der stabilisierenden Muskelpartien, die Kräftigung der Hauptmuskulatur und / oder Narbenbehandlungen. Gehtraining mit Stöcken und Entlastung der stark beanspruchten Körperregion gehört ebenfalls dazu. Mit Elektrotherapie, Ultraschall, Kinesiologischen Tapes unterstützen wir die Massnahmen. Wenn eine Wassergymnastik sinnvoll ist, dann können wir sogar das Bad im Migros Fitnesspark in Anspruch nehmen.
Es ist wichtig, dass die Therapie möglichst schnell nach einem Trauma beginnen kann. Gerade bei Knieverletzungen entsteht sehr schnell eine schräge Körperhaltung, wenn die Gehstöcke nicht richtig benutzt werden. Dies führt dann zu Überlastungen der Schultern und der Wirbelsäule, was nicht sein muss. Leider hören wir immer wieder, dass dass seit dem Trauma, oder der Operation schon drei Wochen vergangen sind, weil kein Therapieplatz frei war. Deshalb bieten wir in jedem Fall einen Termin innerhalb von drei Werktagen an. Dafür machen wir auch mal eine Stunde länger, für Sie und Ihr Knie!
Wir freuen uns, wenn wir Ihnen schnell und unbürokratisch helfen können.

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