Akute Lumbago ( Hexenschuss )

Der 47 jährige Herr B. hilft am Wochenende Freunden beim Umziehen. Alles läuft vorerst gut, doch als er sich bückt um eine der letzten Kisten in den Transporter zu stellen passiert es. Ein heftiger Schmerz schiesst ihm in den unteren Rücken und verhindert jede weitere Bewegung.

Sein Arzt diagnostiziert einen Hexenschuss ( Fachbegriff: Akute Lumbago ) und verschreibt ihm Medikamente zur Schmerzlinderung sowie Physiotherapie.

Bei der Erstuntersuchung stellt sich heraus, dass die Muskulatur des unteren Rückens stark verspannt ist und der Versuch die Lendenwirbelsäule zu beugen wegen des Schmerzes nicht möglich ist. Ausserdem berichtet Herr B., dass er im unteren Rücken schon seit seiner Jugendzeit immer relativ steif und unbeweglich war.

In den ersten Sitzungen steht die Schmerzlinderung im Fokus der Therapie. Es werden sanfte Mobilisierungsübungen im schmerzfreien Bereich für die Lendenwirbelsäule als Heimprogramm erarbeitet. Massagen und Elektrotherapie helfen, die verspannte Muskulatur zu lösen und das Schmerzniveau zu senken.

In der Folge wird das Haltungs- und Bewegungsverhalten von Herrn B. unter die Lupe genommen.

Es stellt sich heraus, dass er im Stand die Knie stark durchdrückt, sich sein Becken zu stark nach vorne kippt und  sich durch die jahrelange Fehlhaltung die Hüftbeugemuskulatur  verkürzt hat, sodass ein Hohlkreuz entsteht. Diese Fehlhaltung wird ihm bewusst gemacht und korrigiert. Da Herr B. einen überwiegend stehenden Beruf hat, wird ihm empfohlen mehrmals täglich die Haltungskorrektur während der Arbeit zu üben.

Ein Trainingsprogramm zur Kräftigung der Bauch- und Beinmuskulatur sowie des unteren Rückens ergänzt die Therapie um muskuläre Dysbalancen auszugleichen.

Impingement Schulter

Die 27 jährige Frau T. hat einen überwiegend sitzenden Beruf, muss viel am Computer arbeiten. Seit einigen Wochen hat sie beim Arbeiten seitliche Schulterschmerzen rechts welche in den Oberarm ausstrahlen. Seit 2 Wochen treten die Schmerzen auch Nacht`s auf, vor allem wenn sie auf der betroffenen Seite liegt. Ihr Arzt diagnostiziert ein Impingement im Schultergelenk d. H. der Raum zwischen Schulterdach und Oberarmkopf ist zu klein. Dadurch werden Sehnenansätze im Schultergelenk gereizt und in der Folge entsteht Schmerz.

Die Physiotherapeutin untersucht die Beweglichkeit des Schultergelenkes und stellt typische Bewegungseinschränkungen fest. Ausserdem reagiert ein Sehnenansatz auf Druck sehr Schmerzhaft.

Die Bewegungseinschränkungen werden in den nächsten Therapieeinheiten mobilisiert und mit einem Heimprogramm konserviert. Der gereizte Sehnenansatz wird mit Ultraschall behandelt.

Als nächstes wird die Sitzposition bei der Arbeit untersucht und korrigiert. Frau T. bekommt auch Übungen gezeigt mit denen sie während der Arbeit ihre Schulter entlasten kann.

Es dauert einige Wochen bis sich die Muskulatur an die Haltungskorrektur gewöhnt und zwischendurch melden sich auch immer wieder andere Schmerzende Stellen im Schulter-Nackenbereich. Dies kommt oft vor weil sich die Muskulatur, Nerven und Gelenke erst an die veränderte Position am Arbeitsplatz gewöhnen müssen. Mit der Zeit gewöhnt sich der Körper von Frau T. an die neuen Anforderungen und es ist ihr möglich ihrer Arbeit wieder Schmerzfrei nachgehen. Auch Nacht`s kann sie wieder Durchschlafen.